Malteser - Katastrophenschutzzentrum Trier-Irsch




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Winfried Heidrich

Malteser, Freund und Kamerad
Winfried Heidrich (1953 - 2003)

Das Jahr 2003 war ein trauriges Jahr für uns Malteser in Trier-Irsch, da unser langjähriger Zugführer, Freund und Kamerad Winfried „Winnie“ Heidrich, am 12.04.2003, nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Winni - oder von den meisten Helferinnen und Helfern respektvoll „Chef“ ge­nannt - war seit 1968 Mitglied im MHD und leitete 25 Jahre mit Geschick, Sachverstand und viel Energie die Ortsgliederung in Irsch.

Neben zahlreichen Lehrgängen wie: Sprechfunkhelfer I und II, verschiedene Sanitätslehrgänge, Unterführerlehrgang und „Ausbilder für Erste Hilfe“, nahm er auch an Ausbildungen wie „Zusammenwirken der Fachdienste im Einsatz“ und „ Anlegen und Durchführung von Übungen“ mit Erfolg teil. Nach der Teilnahme und der abschließenden Prüfung im Lehrgang„Verantwortliche für die Kraftfahrerausbildung am Standort“ im April 1983 war es ihm möglich, die Ausbildung der Kraftfahrer der eigenen Gliederung vor Ort durch­zuführen. Das Absolvieren eines weiteren Kurs für Fahrer-Aus - und Weiterbildung (1988) ermöglichte es ihm auch, ortsübergreifend die Fahrerausbildung zu organisieren und durchzuführen. Des weiteren wurde er 1987 mit der Planung und Durchführung von Sanitäts­lehrgängen beauftragt. 1989 erhielt Winni die Berufung zum ehrenamtlichen Geschäftsführer des MHD Trier-Irsch.

Neben all seinen eigenen Ausbildungen und den Ausbildung für die Helfer/in­nen, engagierte er sich für die Osteuropahilfe. Den Anfang bildeten in den 80er Jah­ren Hilfsgütertransporte nach Polen. In den 90er Jahren organisierte er Transporte in die ehemalige DDR, Polen, Russland Rumänien und Jugoslawien und nahm, selbstverständlich, auch daran teil.

Ein besonderes Anliegen war Winni der Bau einer neuen Unterkunft in Irsch. Der MHD Irsch gastierte von den Anfängen bis Anfang der 80er Jahre in den Wirtschaftsgebäuden des Pfarrhauses der so genannten „Irscher Burg“. Da die Malteser Trier-Irsch - als Katastrophenschutzeinheit - 1978 zu den bereits vorhandenen 3 Fahrzeugen noch 6 Krankenwagen vom Bund zugeteilt bekamen und die Zahl der aktiven Helfer auf über 80 anstieg wurde die Kapazität der Burg gesprengt. Die Zusammenarbeit des MHD mit dem damaligen Pfarrer Heinrich Wirtz und den Pfarreigremien, ermöglichte es uns, Anfang der 80ziger Jahre, eine eigene Unterkunft auf dem Kirchengelände zu errichten. Nach der Erstellung des Roh­baues lag die Fertigstellung ( Dach, Innenausbau ) in den Händen der Irscher Malteser, mit anderen Worten in Winnis Händen. Er kümmerte sich um Materialbeschaffung, die Einteilung der Helfer usw.. Durch seinen Elan, auch für ihn neue Arbeiten auszuführen, wie z. B. das An­bringen von Rigipsverkleidungen, Montage der Holzdecken bis hin zum Verlegen von Fliesen, motivierte er immer wieder die Helfer/innen mit anzupacken. 1985 konnte die Unterkunft im Rahmen eines Festes eingesegnet werden. Im Laufe der nächsten Jahre stellte sich heraus, das die Unterkunft noch etwas größer hätte ausfallen können, denn es kamen neben weiteren Fahrzeugen auch noch Feldküchen hinzu.

Wiederum war es Winfried gelungen, neben der Katastrophenschutzeinheit für den Sanitätsdienst auch noch einen Betreuungszug nach Irsch zu bekommen. Anfang der 90ziger Jahre wurden aus diesen beiden Katastrophenschutzeinheiten die Schnelleinsatz-Gruppen Sanitätsdienst (SEG-San.) und Verpflegung (die SEG-Verpflegung). An dieser Umstrukturierung war Winni maßgeblich beteiligt. Im Jahr 2002 wurde dann die Erweiterung der Unterkunft begonnen, und somit die Örtlichkeiten dem heutigen Bedarf angepasst.

Durch die weise Voraussicht unseres Chefs in Bezug auf Ausstattung und Aus­bildung der Helfer/innen, war der MHD Trier-Irsch 2001/2002 in der Lage, einen Antrag auf die Anerkennung der Ortsgliederung als Katastrophenschutz-Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz beim Ministerium zu stellen. Zeitgleich wurde der Antrag auf Anerkennung als Rettungsdienstschule gestellt. Im Februar 2003 wurden die beiden Anträge genehmigt.

Für sein großes soziales Engagement wurde Winfried Heidrich mehrfach vom Malteser-Hilfsdienst ausgezeichnet. Neben den Malteser-Plaketten in Bronze, Silber und Gold wurde ihm auch die Verdienstmedallie des Souveränen Malteser Ritterorden in Rom, „Pro Merito Melitensi“ verliehen. Im März 2003 erhielt Winfried Heidrich vom Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, die „Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz“ für seine großen ehrenamtlichen Verdienste.

Der Jahresrückblick 2002 im Januar 2003 wird vielen Helfer/innen in trauriger Erinnerung bleiben, da Winni an diesem Abend seinen offiziellen Rücktritt als Zugführer bekannt gab. Seinem Verantwortungsbewusstsein und seiner Stär­ke haben wir es zu verdanken, das er bereits Anfang 2002 damit begonnen hat, seinen Nachfolger, Werner Lamberty, für das Amt des Zugführers vorzuberei­ten, damit ein nahtloser Übergang erfolgen konnte.

Für viele stellte sich die Frage: Malteser-Hilfsdienst Trier-Irsch ohne Winni geht das?? Es muss!! Denn: Wir Irscher Malteser fühlen uns verantwortlich, dass das, was der Mensch, Freund und Kamerad Winfried Heidrich aufgebaut hat, weiter geht und weiter geben wird.

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